Zehn beste Bildungsblogs 2016

Zehn beste Bildungsblogs 2016
"Zehn beste Bildungsblogs für 2016". Auswahl von Exam Time

Die 10 beliebtesten Posts des Jahres 2015

Die 10 beliebtesten Posts des Jahres 2015
Cambridge University Press ELT

Agilience Einstufung Juli 2016

Agilience Einstufung Juli 2016

4. Dezember 2016

Fehlerreiches Schreiben ist wie Sprechen mit vollem Mund: unanständig und der Verständigung abträglich. Warum trauen sich selbst im Bildungswesen nur noch wenige, diese Liederlichkeit zu bekämpfen?
Fehlerfreies Schreiben ist nicht alles, aber mehr Sorgfalt wäre zu wünschen, Illustration: Peter Gut
"Apostrophitis" und schlimmere Seuchen, NZZ, 2.12. von Urs Bühler

Kompetenzorientierung sorgt für Soldaten

10 Jahre nach der Umstellung auf die „Kompetenzorientierung“ (nach Weinert-/OECD) in Deutschland im Jahre 2005, fällt die Bilanz für die am meisten reformierten Bundesländer vernichtend aus. Das «Musterländle» Baden-Württemberg stürzte 2015 mit Fratton-«Gemeinschaftsschule» völlig ab. Die Zahl der Schulabbrecher und Schulabgänger, die nicht für den Arbeitsmarkt vermittelbar sind, nimmt dramatisch zu.

"Kompetenzorientierung": Schulabbrecher als "Kanonenfutter"? 4.12. von Peter Aebersold

Ganztagesschulen - kein Effekt auf Leistungen

Deutschlands Schulen werden seit 15 Jahren immer häufiger in Ganztagsschulen umgewandelt. Grund für diesen Umbau waren die internationalen Leistungsvergleiche Timss 1997 und Pisa 2000. Obwohl die Ganztagsschul-Forschung der vorausgegangenen Jahrzehnte keine Leistungsverbesserung bei den Schülern festgestellt hatte, legte die rot-grüne Bundesregierung 2002 das „Investitionsprogramm Zukunft Bildung und Betreuung“ (IZBB) auf - mit dem Ziel einer deutschlandweiten Einführung von Ganztagsschulen. Als Vorbilder wurden die Schulsysteme in Skandinavien genannt, deren Schüler bei Pisa damals noch besonders gut abgeschnitten hatten. Allerdings hatte man übersehen: In Finnland endete der Schulunterricht um 13 Uhr, in Schweden zwischen 13.30 und 14.30 Uhr, inklusive Mittagspause. Ein „Mehr“ an Unterrichtszeit war das nicht.
Gleichwohl initiierte die Schröder-Regierung 2003 mit vier Milliarden Euro aus Bundesmitteln den Umbau Tausender Schulen in Ganztagsschulen. Auch die unionsregierten Bundesländer nahmen die Finanzspritze gern mit. 2014 gab es in Deutschland schließlich unter den 42.000 Schulen über 16.000 mit Ganztagsbetrieb; 18 Prozent aller Schüler lernen in gebundenen, 20 Prozent in offenen Ganztagsschulen.
Mogelpackung Ganztagsschule, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.12. von Bettina Wiesmann

Unerklärliche Verschiebungen bei PISA-Resultaten

Bei der neuen Pisa-Studie gibt es unerklärliche Resultate. Das wird zu einer Diskussion über die Vergleichbarkeit der Tests führen.
Zweifel an den Resultaten der PISA-Studie, NZZaS, 4.12. von René Donzé

Bessere Verteilung der Lektionen gefordert

Der Bildungsrat hat am Freitag die Ergebnisse der Vernehmlassung zur Zürcher Version des Lehrplans 21 veröffentlicht. Bestärkt fühlen sich die Lehrerverbände in ihrer Kritik an der Lektionentafel: Ein Fingerzeig für den Bildungsrat sei das Resultat, schreibt der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband ZLV, und SekZH geht davon aus, dass der Bildungsrat die Lektionentafel entsprechend anpassen werde. «Unter dieser Prämisse steht der Einführung des neuen Lehrplans nichts mehr im Wege», heisst es in der Stellungnahme. Dass diese Aussage sich als richtig erweisen dürfte, zeigen auch die beiden Abstimmungsresultate vom letzten Sonntag in den Kantonen Schaffhausen und Thurgau. In beiden Kantonen mussten die Lehrplangegner unerwartet hohe Niederlagen einstecken.
Gute Karten für Lehrer, NZZ, 3.12. von Walter Bernet

Umstrittene Lohnnachzahlung

Ende Jahr erhalten alle Volksschullehrkräfte, die schon Ende Juli 2011 im Monatslohn angestellt waren, einen halben Monatslohn ausbezahlt. Schön für sie. Weniger schön für die Gemeinden, die 80 Prozent davon zahlen müssen. Paradoxerweise handelt es sich bei der überstürzt verfügten Massnahme um eine Art präventive Sparübung der Zürcher Regierung – eine Sparmassnahme, über die sich die Gemeinden allerdings ziemlich aufregen, obwohl auch sie dadurch längerfristig Kosten sparen.
Kurzfristige Massnahme stösst bei den Gemeinden auf Widerstand, Bild: C. Ruckstuhl
Vom Kanton überrumpelte Gemeinden, NZZ, 3.12. von Walter Bernet

3. Dezember 2016

Lehrerverbände fordern bessere Integration der Familien

Immer mehr Schulkinder haben einen Migrationshintergrund. Lehrerverbände fordern deshalb den vermehrten Einbezug ausländischer Eltern in den Schulalltag und eine bessere Durchmischung im Lehrerzimmer. Zwischen der heutigen Realität der Kinder und den Erfahrungen der politischen Entscheidungsträger bestehe eine beträchtliche Kluft. Das schreiben der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz und sein Westschweizer ­Pendant SER in einer gestern ­veröffentlichten Mitteilung.
Quelle: sda, 3.12.

Zürcher Bildungsdirektion zieht positive Bilanz

Nach der Vernehmlassung, die von April bis September dauerte, zieht die Bildungsdirektion in einer Medienmitteilung vom Freitag eine positive Bilanz: Die Inhalte des Zürcher Lehrplans 21 seien bestätigt worden.
Zürcher Lehrplan 21 stösst auf Zustimmung, Zürichsee Zeitung, 2.12.

Vorbehalte bei der Lektionentafel des Zürcher Lehrplans 21

Die Vernehmlassung zum Zürcher Lehrplan 21 ist ausgewertet. Die Rückmeldungen zeigen, dass der Inhalt des neuen Lehrplans auf Zustimmung stösst, wie die Bildungsdirektion mitteilt. Vorbehalte gibt es insbesondere zur Lektionentafel.
Kritik an Lektionentafel des Zürcher Lehrplan 21, toponline, 2.12.

Bericht zur Volksschule Uri

Der Bericht erwähnt, dass das Wahlpflichtfach Italienisch von knapp einem Viertel der 5./6. Klässler gewählt wurde. 
Bericht zur Volksschule über das Schuljahr 2015/16, Erziehungsdepartement Uri, 2.12.

Plotke: Leistungen werden laufend abgebaut

Im Interview mit dem Schulrechtsexperten Herbert Plotke* geht es um das Schulrecht von gestern, heute und morgen. In seinem Standardwerk "Schweizerisches Schulrecht" lässt er keine Rechtsfrage im schulischen Bereich offen — und in diesem Interview keine Frage unbeantwortet. 
Es gibt deutlich mehr Beschwerden als früher, Bild: Schulinfo Zug
Schule und Recht - Interview mit Herbert Plotke, Schulinfo Zug, 30.11. von Denise Buxtorf-Otter

Pädagogik der Menschlichkeit statt der Verwendbarkeit

Eusebio kämpft seit Jahren gegen die Einführung des Lehrplanes 21, zusammen mit einem Team aktiver Gleichgesinnter. Es herrscht Einmütigkeit, der laufende Zustrom weiterer Engagierter sorgt für gute Stimmung – dann kam die kalte Dusche aus den Kantonen Thurgau und Schaffhausen nach den dort massiv verlorenen Abstimmungen gegen den LP21.
Das Volk hat immer Recht! Wirklich?  Medien-Panoptikum, 3.12. von Eusebio (Vorveröffentlichung)

Pausenaufsicht abschaffen?

Besuch in einer Montessori-Schule in Berlin. Auf dem grossen Schulareal tummeln sich mehrere Hundert Schüler und Schülerinnen der Grund- und Oberstufe und Oberschule. Jüngere Kinder spielen Fang mich, andere Verstecken oder Ball­spiele; zwei Knaben raufen sich, Mädchen stehen schwatzend zusammen und ein paar Jungen üben sich in Kickboard; während auf dem Platz Fussball gespielt wird, chillen einzelne Schüler für sich allein. Doch wo ist die Pausenaufsicht? Die Schulleiterin lächelt mich fast mitleidig an: Die braucht es bei uns nicht! Die Schüler würden selber für Ordnung sorgen. Sie fordert mich auf, einen Schüler zu wählen, der mir alles erklärt. Ich entscheide mich für einen Jungen, der einen leicht arroganten Eindruck macht. Seine Führung und Erklärungen beeindrucken: Offensichtlich sind sie verantwortlich, reagieren bei Problemen und schlichten bei Streitigkeiten. Sie machen das ohne genaue Anweisungen, offizielle Friedensstifter oder detaillierte Vorgaben. Die Rolle der Lehrer beschränkt sich auf periodische Gespräche über das Geschehen auf dem Pausenplatz.
Pausenaufsicht abschaffen, Basler Zeitung, 2.12. von Allan Guggenbühl

2. Dezember 2016

Tendenziöse Töne

Leider verpasst es die NZZ in ihrer Bildungsbeilage vom 24. November 2016, einen aufbauenden Beitrag zur Debatte rund um den Lehrplan 21 (LP 21) zu liefern. Schon in der Einleitung werden die kantonalen Initiativen verunglimpft, indem die Rede davon ist, die Begehren seien verpackt in «verlockende Initiativtitel, die auch bildungspolitische Wölfe im Schafspelz» seien. Solch tendenziöse Töne tragen nicht gerade zu einer sachlichen Auseinandersetzung bei. Sehr informativ ist das Interview mit Alain Pichard und Christian Amsler, auch wenn die Interviewer alles andere als neutral und fair sind. 
NZZ, 2.12. Leserbrief von René Roca

Keine lehrplankritischen Primarlehrerinnen

In der interessanten Beilage «Bildung» kommen Befürworter und Gegner des Lehrplans 21 zu Wort, von den Ersteren allerdings mehr. Schade ist insbesondere, dass man keine Primarlehrpersonen vorstellen konnte, die den neuen LP 21 ablehnen und öffentlich dazu stehen. Das wundert einen aber nicht angesichts der Tatsache, dass die Schulleitungen schwarzen Schafen ihre Kritik spürbar ankreideten und damit ein erzwungenes Stillschweigen erreichen. Viel klarer hätten die praktischen Auswirkungen gewichtet werden müssen, auch wenn der Bieler Lehrer Alain Pichard sich bemühte, diese zu erwähnen.
NZZ, 2.12. Leserbrief von Hans-Peter Köhli

1. Dezember 2016

Fremdsprachen: falscher Weg, gleiches Ziel

Mit der praxisnahen Spracheninitiative bekämpfen die Lehrerverbände den falsch gewählten Weg, nicht das Ziel. Sprachen sind eine grosse Bereicherung und schaffen eine kosmopolitische Sicht. Dieses Bildungsziel können wir aber nur erreichen, wenn in der Primarschule solide Grundlagen gelegt werden und nicht zu vielen Bildungszielen nachgejagt wird. Mit einem «Salto rückwärts» hat das rein gar nichts zu tun. 
NZZ, 1.12. Leserbrief von Hanspeter Amstutz

Termin Fremdsprachen-Initiative

Der Termin für die Abstimmung über die Zürcher Fremdsprachen-Initiative steht fest: Es ist der 21. Mai 2017.
Quelle: Private Korrespondenz

Abbassi: Demo zeigte Wirkung

Als Präsidentin des Aargauer Lehrerverbandes kämpfte Elisabeth Abbassi an vorderster Front gegen den Bildungsabbau. Dass der Grosse Rat weitere Massnahmen ablehnt, ist in ihren Augen auch das Verdienst der Protestbewegung.
Oberste Aargauer Lehrerin: "Kundgebung hat den Grossen Rat beeinflusst", Aargauer Zeitung, 30.11. von Christoph Zehnder

30. November 2016

Aargau kürzt weniger als befürchtet

Die Stundentafel von Primarschule und Oberstufe wird nicht gekürzt. Der Grosse Rat des Kantons Aargau spart bei der Bildung deutlich weniger als der Regierungsrat beantragt hatte. Der Rat lehnte Kürzungen von insgesamt 4,5 Millionen Franken ab. Diese Summe erhöht sich 2018 auf 11,8 Millionen Franken.
Quelle: SRF Regional, 30.11.

Bildungsrat soll durch Beirat Bildung ersetzt werden

Die Baselbieter Regierung will den Bildungsrat durch einen Beirat Bildung ersetzen. Die Parteien erhalten kein Vorschlagsrecht.
Landräte haben bei Bildung nichts zu melden, Basler Zeitung, 30.11.

28. November 2016

Rückenwind für Lehrplan 21

Im Beitrag von Radio SRF nehmen Christian Amsler, Monika Knill und Felix Huwyler Stellung zum Abstimmungsergebnis. Amsler und Knill sind zuversichtlich bezüglich der noch bevorstehenden Abstimmungen zum Lehrplan 21. 
Lehrplan 21: "Deutliches Signal an andere Kantone", Radio SRF, 28.11.

Berner Schulleiter brauchen kein Lehrerdiplom

Schulleiter brauchen im Kanton Bern auch weiterhin nicht zwingend ein Lehrdiplom. Das hat der Grosse Rat entschieden. Er lehnt eine Motion des PSA-Grossrats Peter Gasser ab.
708 von 737 Berner Schulleitern verfügen über eine pädagogische Ausbildung, Bild: Keystone
Berner Schulleiter brauchen nicht zwingend ein Lehrdiplom, Berner Zeitung, 22.11.

Freie Bahn für Lehrplan 21 im Thurgau

Freie Bahn für den neuen Lehrplan im Thurgau. Die Stimmbevölkerung hat die gegen den Lehrplan 21 gerichtete Initiative klar abgelehnt. Der Stein, der Erziehungsdirektorin Monika Knill damit vom Herzen gefallen sein dürfte, war wohl im ganzen Kanton zu hören. Nach dem Thurgauer Nein zu Harmos 2008 hätte eine erneute Niederlage in einer zentralen bildungspolitischen Frage einen Scherbenhaufen angerichtet.
Vertrauensvorschuss für die Schule, Thurgauer Zeitung, 28.11. Kommentar von Christian Kamm

Unerwartet wuchtige Ablehnung der Lehrplan-Initiativen

Ein weiteres Mal haben die Gegner des Lehrplans 21 mit ihren Initiativen Niederlagen eingefahren. Im Thurgau wie in Schaffhausen verlangten sie, dass der Lehrplan jeweils dem Volk vorgelegt werde. Dieses aber will davon nichts wissen.
Ohrfeigen für Lehrplan-Gegner, NZZ, 28.11. von Jörg Krummenacher

27. November 2016

SVP kündigt neuen Vorstoss an

Nach der Niederlage zur Lehrplan-Initiative denkt die Schaffhauser SVP bereits laut über die Abschaffung des Erziehungsrats nach. Das Fachgremium wird vom Kantonsparlament gewählt und bestimmt über den Lehrplan.

Die SP spricht von schlechten Verlierern. Sie deutet das Nein zur Lehrplan-Initiative als Stärkung des Erziehungsrats.
Quelle: SRF, 27.11.