Zehn beste Bildungsblogs 2016

Zehn beste Bildungsblogs 2016
"Zehn beste Bildungsblogs für 2016". Auswahl von Exam Time

Die 10 beliebtesten Posts des Jahres 2015

Die 10 beliebtesten Posts des Jahres 2015
Cambridge University Press ELT

Agilience Einstufung Juli 2016

Agilience Einstufung Juli 2016

24. März 2017

Humor kann schwierige Situationen entschärfen

An der grossen Kantonalen Schulkonferenz liessen sich fast 3000 Lehrer erklären, weshalb Humor im Klassenzimmer eine gute Sache ist. Die Humortrainerin Eva Ullmann erzählt uns, welche Witzchen in den Schulunterricht passen und welche weniger.

Eva Ullmann erklärt, warum Humor förderlich fürs Lernen ist, Bild: Alexander Preobrajenski
Diese Frau will Basler Lehern Humor beibringen, Tageswoche, 23.3. von Matthias Oppliger

Kompetenzorientierung torpediert Studierfähigkeit in Deutschland

In einem offenen Brief an Bildungspolitiker der Länder und des Bundes schlagen 130 Professoren und Mathelehrer Alarm. Viele Abiturienten, die sich z. B. für Fächer wie Wirtschaft oder Informatik einschreiben würden, seien überfordert. Die Absender des Brandbriefes fordern daher entsprechende Maßnahmen an Schulen.
Trotz guter Noten - Viele Abiturienten für Uni ungeeignet, Welt, 22.3. 

23. März 2017

Baselbieter Lehrer befürchten Einbussen bei der Pensionskasse und drohen mit Kampfmassnahmen

Es rumort in der Baselbieter Bildungslandschaft. Nun hat die Lehrerschaft angekündigt, notfalls auf die Barrikaden zu steigen, wenn ihre Forderungen an die Regierung nicht erfüllt werden.


Kampfmassnahmen werden ins Auge gefasst, Bild: Hans-Jörg Walter
Baselbieter Lehrer drohen Regierung mit "Kampfmassnahmen", Tageswoche, 23.3. von Gabriel Brönnimann

Berner Lohnrückstände sollen abgebaut werden

Damit will der Grosse Rat sicherstellen, dass man keine guten Lehrkräfte an besser zahlende Nachbarkantone verliert.
Berner Lehrer an einer Demo im Jahr 2013, Bild: Adrian Moser
Berner Kantonsparlament will Lehrerlöhne weiter erhöhen, Bund, 22.3.

Basler Lehrer wollen keine Leistungstests mehr

Eine Mehrheit der Lehrer des Kantons Basel-Stadt will keine Leistungschecks an den Volksschulen mehr. Die Kantonale Schulkonferenz (KSBS) hat am Mittwoch eine entsprechende Resolution verabschiedet.
Lehrer gegen Leistungschecks, Basler Zeitung, 22.3.

Mit Fremdsprachendidaktik 100 Millionen in den Sand gesetzt

2012 wurden "Mille feuilles" und "New World" als neue Lehrmittel vorbehaltlos in den Primarschulen der an die Westschweiz grenzenden Kantone obligatorisch eingesetzt. Dieses "Passepartout"-Projekt geriet schnell in zunehmende Kritik trotz Ergänzungen und einer völlig überrissenen "mini-grammaire" mit Hinweisen zu 40 (!) Sprachen. Nach vier Jahren liegen nun die Ergebnisse von zwei fundierten Umfragen vor (Solothurn und Baselland/Sek.: "Clin d'oeil"). Sie zeigen mit aller Deutlichkeit, dass diese untauglichen Lehrmittel den heutigen Anforderungen nicht genügen. 
Zurück zu Mass und Vernunft ist überfällig, Solothurner Zeitung, 23.3. Leserbrief von Peter Loretz

22. März 2017

Was macht eine gute Schule aus?

Diese grundlegende pädagogische Frage stellen sich Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen und finden gut begründete Antworten. Letzten Herbst hörte ich innerhalb einer Woche von drei Referenten aus ihrem je unterschiedlichen Blickwinkel überzeugende Antworten. Theoretisch wäre die Frage also geklärt. Doch fragt man sich einigermassen irritiert, warum sich die Schulentwicklung im 21. Jahrhundert nicht nach diesen klaren pädagogischen und erziehungswissenschaftlichen Erkenntnissen richtet, sondern Kinder als Humankapital betrachtet, das in der globalisierten Welt funktionieren soll.
Was macht eine gute Schule aus? 22.3. von Elisabeth Calcagnini

Verbreitete Skepsis gegenüber Lehrplan 21

Was bedeutet der Lehrplan 21 für den modernen Schulbetrieb? Um dies zu diskutieren, lud am Montag die Standortförderung Zimmerberg-Sihltal zur 7. Bildungskonferenz im Gottlieb Duttweiler Institut in Rüschlikon.
Anders als im Kanton Zürich, wo der Lehrplan 21 auf den verschiedenen Schulstufen von 2018 bis 2020 in Kraft treten wird, ist er es im Kanton Basel-Stadt bereits seit Sommer 2015. Regina Kuratle, Projektleiterin zur Einführung des Lehrplans 21 in Basel-Stadt, erläuterte, dass eine Übergangsphase bis 2021 bestünde. In dieser Zeit stehe es den Schulleitungen frei, selber zu entscheiden, wann sie den neuen Lehrplan einführen wollten. Obschon sie dem Lehrplan 21 grundsätzlich sehr positiv gesinnt sei, räumte sie im Zusammenhang mit leistungsschwachen Kindern auch Schwierigkeiten ein: «10 bis 15 Prozent der Kinder erreichen die Lernziele nicht», sagte sie. Der Lehrplan 21 sehe aber vor, dass die Kinder in ihrem eigenen Tempo die notwendigen Kompetenzen erwerben könnten. Zudem könne der Unterricht differenziert und individualisiert werden, so dass auf alle Kinder eingegangen werden könne.
Der Lehrplan 21 spaltet die Gemüter: Georges Pasquier, Regina Kuratle, Moderatorin Cornelia Kazis und Roland Reichenbach (von links) am Podiumsgespräch, Bild: André Springer
Fördert oder überfordert: der Lehrplan 21, Zürichsee Zeitung, 21.3. von Marianne Bolt

Überhör keinen Baum und kein Wasser

Mit diesem Text erreichte der Autor Sigi Amstutz den 1. Platz beim 11. «Bund»-Essaywettbewerb.
Der Sieger des Essaypreises Sigi Amstutz, Bild: Adrian Moser
Überhör keinen Baum und kein Wasser, Bund, 21.3. von Sigi Amstutz

21. März 2017

Wolter erklärt Deutschen das Gymnasium

"Zu dumm fürs Gymnasium?" steht über dem Artikel, schon in den ersten Sätzen fließen Tränen. Die zwölfjährige Felicia hat gerade erfahren, dass sie nicht aufs Gymnasium kommen wird, die wochenlange Vorbereitung für die Aufnahmeprüfung war umsonst. Alles bricht in diesem Moment zusammen. Aber nicht nur für Felicia. Auch ihre Mutter, die wie sie aus Deutschland kommt, sinkt auf einen Stuhl und beginnt zu weinen.
Ab der siebten Klasse in sechs Jahren zur Matura, Bild: Nino Gloor
In der Schweiz gehen nur die Besten aufs Gymnasium, Süddeutsche Zeitung, 21.3. von Charlotte Theile

Baselbiet streicht Lehrerstellen

Für das Schuljahr 2017/18 haben die Baselbieter Behörden die 7852 gemeldeten Sekundarschüler auf 404 Klassen verteilt. Das sind 11 Klassen weniger als im Vorjahr, was 15 Lehrer-Vollstellen spart. 80 Schüler werden dabei einem benachbarten Schulstandort zugeteilt.
Baselbiet spart 15 Lehrerstellen, Basler Zeitung, 21.3.

Eltern sollen Schulmodell mitbestimmen

Eine Motion von Grossräten um die Grünliberale Katja Christ fordert, dass Eltern auch das Schulmodell ihrer Kinder mitbestimmen dürfen.
Nicht nur Schulstandort sondern auch Schulmodell soll mitbestimmt werden dürfen, bz Basel, 20.3.

20. März 2017

Wann soll man Kinder aufklären?

Sexualität werde in der Schule totgequatscht, sagt Bestsellerautorin Birgit Kelle. Sie wehrt sich dagegen, dass man Kinder zu früh aufklärt.

Paradigmawechsel im Aufklärungsunterricht: immer früher, Bild: Gaetan Bally
"Verfrühte Sexualkunde bricht das kindliche Schamgefühl", Tages Anzeiger, 20.3. von Salome Müller

Was haben Privatunternehmen im Bildungswesen verloren?

"Überall in Europa stehen Schulen in der Kritik: mittelmäßige Leistungen, unmotivierte Lehrkräfte, unüberwindbare Ungleichheiten …

Privatunternehmen profilieren sich als Retter, die beraten oder Gelder zur Verfügung stellen. Dabei üben manche Firmen starken Einfluss aus und versuchen, ihre Vorstellungen von Schule durchzusetzen: Sie fordern ein Bildungssystem, das junge Menschen für den Arbeitsmarkt rüstet. 

Privatisierung in der Bildung, Vox Pop, 19.1. 2017 (ab 6.30 Min.)

Kindergärtnerinnen fühlen sich diskriminiert

Der Streit der Zürcher Kindergärtnerinnen mit ihrem Arbeitgeber geht weiter: Der Kanton hat entschieden, die Kindergärtnerinnen nur noch zu maximal 88 Prozent anzustellen. Schliesslich würden sie auch weniger Lektionen erteilen als eine Primarlehrerin oder ein Primarlehrer.
Zürcher Kindergärtnerinnen wird das Maximalpensum gekürzt, sda, 19.3.

19. März 2017

Knackpunkte in der Berufsbildung

Demnächst präsentieren Firmen an einer Reihe von Berufsbildungsanlässen Schülerinnen und Schülern ihr Angebot an Berufslehren. Mit aufgebaut hat einige dieser Veranstaltungen Lehrstellenförderer Urs Schmid. Jetzt geht er in Pension. Zuvor erläutert er im Interview, wo die Berufsbildung im Kanton Solothurn heute steht und benennt die Knackpunkte.
Konkrete Erlebnisse sollen zur Berufsfindung führen, Oltner Tagblatt, 19.3. von Elisabeth Seifert

Zürich will Informatik einführen trotz fehlender Ausbildung und fehlenden Geräten

Der neue Lehrplan 21 setzt unter anderem auf eine Stärkung der Informatik. Sie erhält ein eigenes Schulfach. Der Zeitplan ist jedoch ambitioniert. Bis zum Start im Schuljahr 2018/19 werden kaum alle Lehrer die nötige Ausbildung haben. Ausserdem fehlt es an den nötigen Geräten.

Schaffhauser Kommission für Volksschulinitiative

Die vorberatende Kommission des Schaffhauser Kantonsrats will nicht auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler sparen und stellt sich gegen eine Reduzierung von Wochenlektionen auf der Primar- und Sekundarstufe. Sie empfiehlt, die Volksschulinitiative anzunehmen und den Gegenvorschlag der Regierung abzulehnen.
Schaffhauser Volksschulinitiative findet Zustimmung, Toponline, 17.3.

Kurzfilm zu Lehrplan 21 im Kanton Uri

Der neunminütige Film der Urner Bildungs- und Kulturdirektion informiert kurz und knapp über die wichtigsten Aspekte des Lehrplans 21. Der Kurzfilm wurde gemeinsam mit der Altdorfer Grafikerin und Illustratorin Charlotte Germann, mit dem Altdorfer Lehrer Beat Zopp, mit dem Urner Schauspieler Walter Sigi Arnold (als Sprecher) sowie mit dem Journalisten Florian Arnold (Aufnahmeleitung) produziert. 

Vermarktung der Reformen

Wie kommt es, dass sich bildungsferne Vertreter von Verbandsspitzen besser informiert fühlen, als die Fachleute vor Ort? Wie kann man behaupten, dass der beabsichtigte Paradigmawechsel im Bildungswesen mit dem Lehrplan 21 einen positiven Einfluss auf Gewerbe und Wirtschaft habe, wenn der Praxistest noch bevorsteht? Wieso beharrt man auf den Frühfremdsprachen, obschon wissenschaftlichen Studien und kürzlich veröffentlichte Kantonsvergleiche zeigen, dass die Frühfremdsprachen wenig effizient, sehr teuer und wegen der Verdrängung des Deutschunterrichts, eine der Hauptursachen für die 20% Schulabgänger mit mangelhaften Deutschkenntnisse sind (Pisa 2012 und 2015), die kaum in den Arbeitsprozess integriert werden können? Hat man vergessen, dass der wirtschaftliche Erfolg unseres Landes auf einer breiten Volksschulbildung beruht und dass wir uns keine Zweiklassengesellschaft leisten können?
Bildungsreformen durch die rosarote Brille betrachtet, 18.3. von Peter Aebersold

Auch die Basler Lehrer wollen Fremdsprachenumfrage

Frühfranzösisch sorgt im Baselbiet auf Lehrer wie auch auf Schülerseite für Unmut. Auch Basel-Stadt will nun eine Umfrage lancieren.
Baselbieter Franzi-Schock, Schweiz am Wochenende, 18.3. von Leif Simonsen

Am Ende

Ihr Name sei M, Meier, Müller oder Mahlstein – Frau M ist 41, Lehrerin seit zwanzig Jahren, morgen zum ersten Mal in der 4b, 23 Kinder, es ist Sonntag, bald Mitternacht.

Drei fallen auf, hat der Vorgänger notiert, Benjamin, Nils, Dylan, ein unglückliches Trio, die Neue machen wir fertig.

Eine kindliche Drohung, sagt die Schulleitung.

Nicht ernst nehmen.
Am Ende - Eine Primarlehrerin steigt aus. Das Magazin, 18.3. von Erwin Koch

Fremdsprachen-Flopp keine Überraschung

Dank "Frühfranzösisch und Frühenglisch floppen" (Oltner Tagblatt 6.3.) wird endlich öffentlich klar, dass man in Sachen Frühsprachen zur Realität (Ausgabe vom 11.9.2014) zurückkehren sollte. Dass es zum ernüchternden Resultat kommen musste, ist nicht erstaunlich: Schon 1977 warnte man im Aargau vor dem finanziellen Aufwand, der in keinem Verhältnis zum Ertrag stehe (Ausgabe vom 27.2.1982), und das es gut ausgebildete Lehrpersonen brauche.
Oltner Tagblatt, 17.3. Leserbrief von Hanspeter Lutz

Zahl der neuen Privatschulen steigt

Der Rat war kurz und machte aus der Mutter Angela Joerg eine Schulleiterin. «Gründen Sie doch eine eigene Schule, das ist einfacher.» Joerg, unzufrieden mit dem offiziellen Bildungswesen, hatte eigentlich nur vorgehabt, sich mit anderen Eltern zu vernetzen, die ihre Kinder zu Hause unterrichten.
Stattdessen eröffnete Joerg mit Mitsteitern Dandelion, zu Deutsch Löwenzahn. Eine Privatschule in Zürich – mit dem Motto «Vom Leben lernen». Konzept: Die Schüler entscheiden, ob, was und wie sie lernen wollen. Den Unterrichtsplan denken sich nicht Pädagogen aus, sondern die Kinder selbst.
Altersdurchmischte Freilernschule, Bild: Joseph Khaskhouri
Die Besserwisser, Sonntagszeitung, 19.3. von Denise Jeitziner

17. März 2017

Bekannte Basler Rechtfertigungen

Der Befund ist eindeutig: In Basel-Stadt fallen die Ergebnisse von Primarschülerinnen und -schülern gegenüber Solothurn, Aargau und Baselland schlecht aus. Das zeigt ein Bericht der Universität Zürich, die erstmals standardisierte Leistungsmessungen an Schulen in der Nordwestschweiz durchführte.
Die Resultate der Tests in den oberen Primarschulstufen, Quelle: Tageswoche
Basler Primarschüler fallen bei Kantonsvergleich durch, Tageswoche, 17.3.