Zehn beste Bildungsblogs 2016

Zehn beste Bildungsblogs 2016
"Zehn beste Bildungsblogs für 2016". Auswahl von Exam Time

Die 10 beliebtesten Posts des Jahres 2015

Die 10 beliebtesten Posts des Jahres 2015
Cambridge University Press ELT

Agilience Einstufung Juli 2016

Agilience Einstufung Juli 2016

16. Januar 2017

Goethe oder Google?

«Pisa» heisst das Stichwort für das angebliche Versagen unseres Schulsystems, zumindest was das Lesen, das heisst das Textverständnis, der Schüler betrifft. Die Studie über die Basis-Kompetenzen unserer Schüler im internationalen Vergleich misst die Lesefähigkeit anhand von Gebrauchstexten – eine Voraussetzung dessen, was man gemeinhin unter «Bildung» versteht. Die Studie löst immer wieder eine breite, mitunter heftig geführte Diskussion über Sinn und Unsinn der traditionellen Bildung aus. Dabei stehen sich zwei Auffassungen diametral gegenüber: eine ältere Auffassung, welche die Bedeutung der humanistischen Bildung betont und gleichzeitig die Gefährdung traditioneller Lerninhalte beklagt, und eine neuere Auffassung, wonach sich die Bildung an ihrem praktischen Nutzen messen lassen muss. Die Vertreter der letzteren gehen teilweise so weit, dass sie nicht nur Griechisch, Latein und Goethes «Faust» im Gymnasium für überflüssig halten, sondern selbst den traditionellen Mathematikunterricht. Nach ihnen hat die Schule ganz allgemein zum Ziel, die Schüler auf ein erfolgreiches berufliches Leben vorzubereiten.
Goethe oder Google: Wer erklärt die Welt? Thurgauer Zeitung, 16.1. von Mario Andreotti

Brisanter St. Galler Bericht zu Fremdsprachen

Der Kanton St. Gallen legt einen erstaunlichen Bericht zur Fremdsprachenproblematik vor. Er tut dies am 20. Dezember, nach kurz nach der wichtigen Harmos-Ausstiegsinitiative vom 25. September. Grund für den Bericht war ein Auftrag des Grossen Rates an die Regierung vom 24. Februar 2014. Diese sollte umfassend Bericht über die Einführung der zweiten Fremdsprache auf der Primarschule erstatten und dabei insbesondere die praktischen Erfahrungen miteinbeziehen, um Klarheit bezüglich Fortsetzung des Fremdsprachenkonzepts zu schaffen. 

Die St. Galler Regierung tut dies unter anderem mit einer Umfrage bei den Schulträgern, Schulleitungen, Lehrpersonen und Eltern. Empirisch bezieht man sich grösstenteils auf die vom Institut für Mehrsprachigkeit der Universität Fribourg untersuchten Fremdsprachenkompetenzen in den Zentralschweizer KantonenDer Bericht enthält brisante Aussagen zum Fremdsprachenunterricht. (uk)
Fremdsprachen in der Volksschule, Bericht der Regierung, Kanton St. Gallen 20.12. 

Wahlfach Latein unter Druck

In einem Postulat des Aargauer Grossrats Markus Lang (GLP) wird die Lockerung der Mindestzahl für das Wahlfach Latein an Bezirksschulen gefordert.
Kanton Aargau, Grosser Rat, 6.12.

Aargauer Streitgespräch zum Lehrplan 21

Im intensiv geführten Streitgespräch zwischen Elfy Roca und Kathrin Scholl über die Lehrplan-Initiative wird klar: Die Vorstellungen darüber, wie die Schule der Zukunft konkret aussehen soll, differieren gewaltig.
Elfy Roca (Initiativkomitee, links) und Kathrin Scholl (Geschäftsführerin alv, rechts) diskutieren über die Aargauer Initiative, Bild: Aargauer Zeitung
Zukunft der Aargauer Schulen: Die Meinungen liegen meilenweit auseinander, Aargauer Zeitung, 16.1. von Jörg Meier

Lehrplan 21: Auch über die Kosten wird gestritten

Verfehlt der Lehrplan 21 sein Ziel? Verdrängt kompetenzorientiertes Lernen die Wissensvermittlung? Und was geschieht bei Annahme der Initiative «Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21»? Diese und weitere Fragen wurden am Samstag auf dem Podium am Behördenseminar der Oberstufe Wasseramt Ost diskutiert.
Bildungssystem: Stärkung oder Zerstörung, Solothurner Zeitung, 16.1. von Beatrice Kaufmann

15. Januar 2017

Morddrohungen an PH-Dozenten

Seit Mitte Dezember bewachen Bodyguards die Räume, in denen an der Pädagogischen Hochschule Basel Seminare abgehalten werden. Dies, nachdem mindestens drei Dozenten Morddrohungen erhalten haben, wie die «Schweiz am Sonntag» mit Verweis auf mehrere unabhängige Quellen berichtet.
An der PH Basel werden Sekundarlehrer ausgebildet, Bild: Google Streetview
Drohte Student Basler Dozenten mit dem Tod? 20 Minuten, 15.1.

Tag des Spickzettels

Es gibt wohl kaum jemanden, der in seiner Schulzeit nicht mindestens einmal während einer Prüfung gespickt hat. Der reinste Nervenkitzel waren diese verbotenen Abschreibeaktionen. Denn hätte der Lehrer einen erwischt, dann wäre eine glatte Eins die Konsequenz gewesen.
Am 16. Januar kommen die Erinnerungen an all diese heimlichen Tricksereien wieder hoch, denn es ist der «Tag des Spickzettels». Grund genug für uns, die kreativsten, lustigsten und praktischsten Spickvarianten zu sammeln, die das Internet zu bieten hat.
Mit einer Nadel oder der Spitze eines Zirkels einfach die wichtigsten Formeln in ein Schoggistängli ritzen. Der grösste Vorteil dieser Variante: Das Beweismaterial kann bei Bedarf ganz schnell vernichtet werden und schmeckt auch noch gut.
Zum Tag des Spickzettels: 7 kreative Mogelideen, Energy.ch, 13.1. von Stephanie Röder

PH Thurgau plant Ausbau

Die Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG) in Kreuzlingen braucht mehr Raum und soll einen Neubau erhalten. Die Regierung beantragt dafür einen Kredit von knapp 27 Millionen Franken. Das letzte Wort haben die Stimmberechtigten.
Neubau-Projekt für Pädagogische Hochschule Thurgau, 13.1., sda

Eltern schwacher Schüler zur Kasse gebeten

Vierte Klasse an einer Primarschule in Winterthur ZH: Die Schüler haben Deutschstunde. Sie schreiben einfache Sätze. Alle sind konzentriert. Nur Senta Aebi* langweilt sich. Die Zehnjährige ist längst fertig und lernt auswendig. Eine Zusatzaufgabe, um das Mädchen zu fördern. Denn Senta ist das einzige Schweizer Kind in der Klasse und neben ihren Gschpänli, die teilweise auffällig schlecht Deutsch sprechen, total unterfordert. «Meine Lehrerin muss mit meinen Kameraden fast täglich Schulstoff aufarbeiten, das braucht unendlich Zeit», sagt sie. Zeit, die Senta abgeht.
Büffeln oder zahlen, Blick, 13.1. von Romina Lenzlinger

14. Januar 2017

Basel lanciert die Fasnachtskiste

Die Primarschüler der 2d im Isaak-Iselin-Schulhaus lassen sich nicht lange bitten. Rosalie zieht eine blaue Waggisbluse aus der Kiste. Sie möchte einmal auf einem Waggiswagen mitmachen. «Dann kann ich Dääfeli werfen», sagt sie. «Aber trommeln möchte ich auch einmal, das geht schneller als Piccolo spielen», behauptet sie; «mir fehlt für das Piccolo sowieso etwas Luft.» Matìas holt eine Zugsplakette aus der Kiste. Warum gerade das? «Mein Kollege hat mir in der Pause von Plaketten erzählt.» Und Shahithya, nimmt sich die Trommelschlägel, weil sie einmal trommeln lernen will.
Viele Spender und Helfer hielten die Kosten tief, Bild: Christian Jaeggi
Spiel mit Piccolo und Waggisbluse, Basler Zeitung, 13.1. von Dominik Heitz

Wer nicht schwimmen will, zahlt einfach

Auch für muslimische Mädchen ist der gemischtgeschlechtliche Schwimmunterricht an der Schule obligatorisch. Die Religionsfreiheit wird mit dieser Pflicht nicht verletzt. Das Urteil des Menschenrechtshofs in Strassburg von dieser Woche wurde schweizweit mit Erleichterung, teilweise gar mit Enthusiasmus, zur Kenntnis genommen. Die Basler CVP-Grossrätin Andrea Knellwolf schrieb gestern in einem Leserbrief in der Basler Zeitung: «Endlich haben wir die Gewissheit, dass wir wenigstens den frechsten Verweigerungen, unsere sozialen und gesellschaftlichen Gegebenheiten zu akzeptieren, entschieden entgegentreten und ein Mindestmass an Integration verlangen dürfen, ohne als Menschenrechtsverachter hingestellt zu werden. Danke Strassburg!»
Vom Schwimmunterricht freigekauft, Basler Zeitung, 14.1. von Alessandra Paone

13. Januar 2017

Steiner will tiefere Ausfallquote

Die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner hat sich aus dem Fenster gelehnt. An einem traditionellen CVP-Anlass mit Medienleuten schilderte sie an Beispielen, wie sie die im Rahmen der Leistungsüberprüfung 16 vorgegebenen Einsparungen konkret erreichen will. Bei den Gymnasien ging es konkret um das Ziel, mit einer Änderung des Finanzierungsmodells der Kantonsschulen jährlich gut 4 Millionen Franken einzusparen.
Ist das Tor ins Gymnasium zu weit? NZZ, 13.1. Kommentar von Walter Bernet

PISA und die Ameisen

Ende 2016 wurden die Schweizer 15-Jährigen Europameister in Mathematik. Das ist erfreulich. Nur, seit dem Ende der Kolonialzeit sind Europameister nicht mehr automatisch Weltmeister. Haben wir es aufgegeben, uns mit den Klassenbesten zu vergleichen, mit Singapur, China, Taiwan, Südkorea, Japan? – Ich habe je einen Drittel meiner beruflichen Laufbahn in Afrika, im Nahen Osten und in Ostasien verbracht. Die Chefs der Asienabteilung des UNDP stammten aus Nationen, die im Pisa-Test die ersten fünf Ränge belegen. Es sind konfuzianisch durchdrungene Länder. Die diesseitige Philosophie des Konfuzius geht davon aus, dass das Universum, die Welt und der Mensch rational verstanden werden können. Ziel des Lebens ist, der bestmögliche Mensch zu werden, ohne Hoffnung auf Belohnung im Diesseits oder im Jenseits. Dazu braucht es Fleiss, Disziplin und Leistung. Dies sollte uns Europäern bekannt vorkommen. Schon die Aufklärer haben Konfuzius studiert. Immanuel Kants kategorischer Imperativ gleicht der Ethik des chinesischen Altmeisters. All das wissen gebildete Ostasiaten. Ihr Bild der Moderne ist dem heutigen Westeuropa geistesverwandter als Islamismus, Animismus oder christlicher Fundamentalismus.
Der Pisa-Test und die Ameisen, NZZ, 13.1. Gastkommentar von Toni Stadler

FDP-Kantonsrat lanciert die Idee der gemischten Fremdsprachen

Manchmal ist man unsicher: Ist es ein Jux, ein PR-Gag oder wirklich ernst gemeint. Ein Luzerner Kantonsrat will das Dilemma um die Frühfremdsprachen lösen, indem er einen gemixten Fremdsprachenunterricht vorschlägt. Da die Schüler ja ohnehin nichts lernten, könne man Französisch und Englisch vermischen und so einen spielerischen ersten Kontakt zu den Fremdsprachen schaffen. Ob dazu zwei Lehrkräfte - je eine für Französisch und Englisch - im Zimmer stehen, sei prüfenswert. Wichtig aber: lustbetontes Lernen! Genau dies steht seit der Einführung der Primarfremdsprachen als Prämisse (oder als Fluch) über jeder Lektion. Die Debatte um die Fremdsprachenpolitik lässt vergessen, wozu Kinder überhaupt zur Schule gehen. Doch nicht etwa, um etwas zu lernen! Die diversen Jobs der Erwachsenen sind wichtiger. (uk) 
Gaudenz Zemp möchte Französisch und Englisch künftig "mixen", Bild: Bildmontage lwo
"Es geht darum, auch unkonventionell zu denken", Zentral plus, 12.1. von Pascal Zeder

12. Januar 2017

Immer mehr Menschen setzen sich für nichts mehr ein

Elfy Roca und Harold Ronge haben es fast im Alleingang geschafft, dass die Aargauerinnen und Aargauer sich genauer überlegen müssen, was für eine Schule sie künftig möchten. Sie führen das Komitee «Ja zu einer guten Bildung – Nein zum Lehrplan 21». Wer sind sie und was bewegt sie?
Harold Ronge und Elfy Roca äussern sich zu ihrem Engagement. Bild: Chris Iseli 
Dieses Duo will den Lehrplan 21 im Aargau zu Fall bringen - was treibt die beiden an? Aargauer Zeitung, 12.1. von Jörg Meier

Grossandrang an Podium zur Lehrplan-Initiative

Gegner und Befürworter des Lehrplans 21 wollen eine möglichst gute Aargauer Schule.Die Podiumsdiskussion mit 190 Besuchern in Wohlen zeigte aber, wie unterschiedlich die Vorstellungen darüber sind, was eine gute Schule ausmacht.
Warum der Gewerbeverband gegen die Initiative ist, Aargauer Zeitung, 11.1. von Jörg Meier

Starke Schule Baselland zieht Harmos-Ausstiegsinitiative zurück

Wie bereits vor einiger Zeit angekündigt, zieht die Starke Schule Baselland ihre Harmos-Ausstiegsinitiative zurück.
Anti-Harmos-Initiative im Baselbiet zurückgezogen, SRF, 12.1.

11. Januar 2017

Sitzstreik als pädagogische Massnahme

In den Thurgauer Schulen werden die Lehrer für sogenannte Sit-Ins geschult. Mit den umstrittenen Sitzstreiks sollen die Lehrer schwierige Situationen in den Griff bekommen. Die ganze Klasse muss dabei ausharren, bis sich die Situation geklärt hat.
Mit Sitzstreiks Thurgauer Schüler erziehen, Toponline, 10.1.

Strassburger Urteil stärkt Behörden den Rücken

Der obligatorische Schwimmunterricht für muslimische Schüler stellt keine Verletzung der Religionsfreiheit dar. Das sagt der Menschenrechtsgerichtshof und weist eine Beschwerde muslimischer Eltern gegen die Schweiz ab.
Wer Kinder vom Schwimmunterricht fernhält, behindert deren soziale Integration, urteilen die Strassburger Richter. Bild: KeystoneAuch Muslime sollen schwimmen, NZZ, 11.1. von Katharina Fontana

Religiöse Pluralität erfordert einen säkularen Staat

Muslimische Schülerinnen können sich nicht auf die Religionsfreiheit berufen, um sich vom Schwimmunterricht dispensieren zu lassen: Mit diesem Urteil verhilft derEuropäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) einem vom Bundesgerichterlassenen Grundsatz zum Durchbruch – und unterstreicht damit, dass «fremde Richter» hierzulande geltende Auffassungen keineswegs nur rügen, sondern sie in wichtigen Fragen aktiv mittragen und ihnen zu Gewicht verhelfen. Das Urteil ist richtig: Die Religionsfreiheit ist keine Ermächtigung zur Zusammenstellung des Stundenplans nach eigenen Wertvorstellungen. Eine solche Auslegung widerspräche dem Sinn dieses Freiheitsrechtes.
Keine Sonderrechte für Sektierer, NZZ, 11.1. Kommentar von Daniel Gerny

Steiner ermöglicht Gesamtschulleiter

Bildungsdirektorin Silvia Steiner skizziert am CVP-Dreikönigsgespräch ihre Schwerpunkte für 2017. Darin enthalten ist eine weitere hierarchische Stufe, die Gesamtschulleiter.
Im Gymnasium wirkt die Leistungsüberprüfung; NZZ, 11.7. von Walter Bernet

Die Volksschule im Spannungsfeld von Expertokratie und Demokratie

Wissenschaftlich geschulte Experten, zentrale Steuerung und professionelle Führung prägen die Entwicklung im Schulbereich zunehmend. Die öffentliche Schule ist aber mehr als eine pädagogische Veranstaltung. 
Ohne Politik keine Volksschule, NZZ, 10.1. von Walter Bernet

10. Januar 2017

Bildung: Für die Zukunft gerüstet?

In der Sendung "Polit-Stammtisch" (Schweiz5) wird über die Zukunft der Bildung diskutiert. Was läuft in der Volksschule heute falsch? Teilnehmer sind: Philipp Gut, Beat Künzli, Bruno Nüsperli, Anian Liebrand. Moderation: Christian Schmid.
Polit-Stammtisch zum Thema "Bildung: Für die Zukunft gerüstet?", Polit-Stammtisch, Schweiz 5, 16.12 2016 

Vergleichstests sollen abgeschafft werden

Mit der Schulqualität der Basler Schulen steht es seit Jahren nicht zum Besten. Das zeigt sich immer wieder dann, wenn sich deren Abgänger fürs Medizinstudium anmelden. Gegenüber anderen Kantonen scheitern die Basler Maturanden überdurchschnittlich an der Numerus-clausus-­Hürde. 78 Prozent der Basler rasselten im Jahr 2015 durch, andere Schweizer Studenten nur zu 66 Prozent.
Grossangriff auf die Schul-Checks, Basler Zeitung, 10.1. von Daniel Wahl

Musliminnen müssen in Schwimmunterricht

Obligatorischer Schwimmunterricht verletzt die Religionsfreiheit nicht: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte gibt der Schweiz im Fall von zwei Schülerinnen aus Basel recht.
Eltern aus Basel wehrten sich dagegen, ihre Töchter zum gemischten Schwimmunterricht zu schicken, Bild: Rolf Haid
Musliminnen müssen in Schwimmunterricht, Bund, 10.1.