Zehn beste Bildungsblogs 2016

Zehn beste Bildungsblogs 2016
"Zehn beste Bildungsblogs für 2016". Auswahl von Exam Time

Die 10 beliebtesten Posts des Jahres 2015

Die 10 beliebtesten Posts des Jahres 2015
Cambridge University Press ELT

Agilience Einstufung Juli 2016

Agilience Einstufung Juli 2016

24. Februar 2017

Deutschunterricht vermittelt zu wenig Sprachkompetenz

In der Diskussion um den frühen Fremdsprachenunterricht ist ein wichtiges Thema fast ganz aus dem Blick geraten: die Frage nämlich, wie es eigentlich um die Deutschkenntnisse unserer Jugendlichen steht. Sind sie sprachlich gerüstet für den Eintritt ins Berufsleben, für die Wahrnehmung ihrer Rechte und Pflichten als Bürgerinnen und Bürger der Schweiz? Eines Landes notabene, das ihnen durch die direkte Demokratie sehr viele Mitsprachemöglichkeiten gibt?
Der sprachliche Schlendrian grassiert, St. Galler Tagblatt, 23.2. von Mario Andreotti

Regulierung statt Harmonisierung

Der Lehrplan 21 sollte eine Reform sein gegen den Kantönligeist im Bildungswesen. Er wurde zum Reglementiermonster.

Lehrplan 21: Das regulierte Schulkind, Beobachter, 20.2. von Susanne Loacker

Lehrplan 21 verhindert Wettbewerb unter den Kantonen

«Warum sollen alle Schüler das Gleiche lernen?» – Das fragt sich Bildungsexperte Patrik Schellenbauer. Er fordert ein Umdenken im Schulsystem und Informatik als reguläres Schulfach im Lehrplan 21.
Informatik als Schulfach und nicht iPads als Schulmittel, Bild: Getty Images
"Volksschule hat die Digitalisierung verschlafen", Beobachter, 23.2. von Reto Stauffacher

23. Februar 2017

Schulversuch "Fokus Starke Lernbeziehungen" wird verlängert

Zwölf Schulen nehmen am Schulversuch «Fokus Starke Lernbeziehungen» (FSL) teil. Damit diese Schulen sicherer planen können, hat der Regierungsrat den Schulversuch um drei Jahre verlängert.
Starke Lernbeziehungen - Schulversuch verlängert, Medienmitteilung Regierung Kanton Zürich, 23.2.

Schulversuch mit erweiterten Zeugnisnoten

Der Kanton Thurgau probt die Einführung des «Lehrplan 21». Der Regierungsrat hat grünes Licht für einen Schulversuch mit erweiterten Zeugnisnoten gegeben. Neu erhalten die Schüler nicht nur noch ein Zeugnis, sondern auch eine zusätzliche Bewertung.
"Lehrplan 21": Thurgau probt den Ernstfall, Toponline, 23.2.

22. Februar 2017

Integrative Schule korrigieren

Das Komitee «Starke Schule Baselland« schielt auch in den Stadtkanton. Hier wollen nun Grossräte Korrekturen am Schulsystem anbringen, bevor es Initiativen hagelt.
Basler Grossräte wollen "Starke Schule Baselland" zuvorkommen, Basellandschaftliche Zeitung, 22.2. von Nicolas Drechsler

Positive Rückmeldungen zu selbstorganisiertem Lernen

In der Mosaikschule Munzinger ist vieles anders als in anderen Schulen: Die Schüler der siebten bis neunten Klassen bestimmen selber, ob sie um 8 Uhr oder eine halbe Stunde später da sind. Und sie entscheiden eigenständig, was sie wann, wie, wo und mit wem lernen wollen.
Individualisierter Unterricht stellt Schüler, Eltern und Lehrer zufrieden, Bild: Stefan Anderegg
Gute Noten fürs freie Lernen, Berner Zeitung, 22.2. von Tobias Marti

21. Februar 2017

Die Baustellen des Herrn Cramer

Der neue Basler Erziehungsdirektor muss sich um zahlreiche Baustellen kümmern.
Cramer muss an mehreren Fronten gleichzeitig Lösungen finden, Bild: Kostas Maros
Die Baustellen des Conradin Cramer, Basler Zeitung, 21.2. von Franziska Laur und Thomas Dähler

20. Februar 2017

Zürcher Kommission gegen Lehrplan-Initiative

Ein klares Nein des Kantonsrats zur Volksinitiative «Lehrplan vors Volk» zeichnet sich ab: Die vorberatende Kommission für Bildung und Kultur lehnt die von einem Komitee unter dem Präsidium von SVP-Kantonsrätin Anita Borer lancierte Initiative mit 10 zu 5 Stimmen ab. Diese will nicht zuletzt den Lehrplan 21 verhindern, den der Bildungsrat nach heutiger Kompetenzordnung im Frühling erlassen wird. Das würde laut Kommissionsmehrheit auch nicht gelingen, wenn die Initiative angenommen würde. Der Lehrplan 21 bliebe auch bei einer rückwirkenden Ablehnung durch den Kantonsrat oder letztinstanzlich durch das Volk in Kraft, bis ein Ersatz vorläge. Das aber könnte Jahre dauern. Wahrscheinlich ist ein solches Szenario nicht, weil der Lehrplan 21, nimmt man die Vernehmlassung zum Massstab, grosse Akzeptanz geniesst. Die Minderheit aus 1 EDU- und 4 SVP-Vertretern ist der Meinung, es handle sich beim Lehrplan 21 um ein derart grosses Reformprojekt, dass dem Volk das letzte Wort vorbehalten sein müsse.
Lehrplan soll nicht vors Volk, NZZ, 20.2. von Walter Bernet

Gesundheitsrisiko Schulthek

Was sind die dringlichsten Probleme Zürichs? Überteuerte Wohnungen? Unsinnig geführter Verkehr? Weit gefehlt. Gemäss dem Elternrat des Schulhauses Buhnrain sind es zu schwere Schultheks, die zuoberst auf der Prioritätenliste stehen. Seit mehr als drei Jahren kämpfen die Eltern in Seebach dafür, dass an der Schule Garderobenkästen eingebaut werden. Die Taschen der Kinder wögen wegen der Bücher oft mehr als acht Kilogramm – gesundheitsschädigend für die zarten Rücken. Vom Elternrat gelangte die Sache in den Gemeinderat, und schliesslich diskutierte sogar der Stadtrat darüber. Seine Antwort fiel im Januar 2014 negativ aus: Da das Schulhaus Buhnrain im Jahr 2023 umfassend saniert werde, sei kein vorzeitiger Einbau von Garderobenkästen möglich.
Gesundheitsrisiko Schulthek, NZZ, 20.2. von Nina Kunz

Lehrmittel ungenügend

Jeder fünfte Schulabgänger hat Mühe, einen Text zu verstehen. Wenig erstaunlich, findet eine Expertin.

·         Beim Leseverständnis schneiden Schweizer Schüler seit der ersten Pisa-Studie von 2000 mittelmässig ab.

·         Die Reformen im Bildungswesen, die nach dem Pisa-Schock eingeführt wurden, haben bisher wenig Wirkung, wie der letzte Pisa-Test zeigt.

·         Didaktik-Professorin Claudia Schmellentin sieht vor allem Verbesserungspotenzial bei den Lehrmitteln und im Fachunterricht.

Bessere Schulbücher braucht das Land, SRF, 20.2. 

19. Februar 2017

Defizite von Passepartout-Klassen

«Die Schülerinnen und Schüler lernen Sprachen anhand von interessanten Sachtexten und nicht von künstlich konstruierten Standardsätzen und Dialogen. Im Vordergrund steht das Handeln und Kommunizieren: Die Schülerinnen und Schüler lernen so Wortschatz und Grammatik nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit spannenden Inhalten und Aktivitäten.»
"Moderner" Sprachunterricht gemäss Passepartout: Kinder am Computer übersetzen Texte, Bild: Adrian Streun
Führt "Passepartout" in eine Sackgasse? Bieler Tagblatt, 18.2. von Lotti Teuscher

Die Kostentreiber im Bildungswesen

Bildungsökonom Stefan Wolter findet im Artikel „Von Geld und Geist“, die überproportionale Ausbreitung der Bildungsbürokratie lasse sich empirisch nicht belegen. Will Wolter, unzweifelhaft selbst Teil dieser Bildungsbürokratie, uns also weismachen, die seit den 90-er Jahren kontinuierliche Expansion in der kantonalen und kommunalen Schuladministration sei ein Hirngespinst? Sei es der fehlende politische Wille, sei es die (verständliche) Zurückhaltung der Bildungsforschung, den Ast abzusägen, auf dem sie selbst sitzt: Die Kostentreiber dieser Entwicklung sind wohlbekannt: Denken wir an die Multiplikation der Pensen der Schulleitungen und -sekretariate (auch bei sinkenden Schülerzahlen), denken wir an die kantonalen Erziehungsdepartemente, wo sich Personal und Reformen gegenseitig in die Höhe schaukeln.  Denken wir an die Heerscharen von Qualitätskontrolleuren und an die Pädagogischen Hochschulen mit ihren stetig wachsenden Angeboten. Denken wir auch an die aufgrund eines diffusen Verständnisses von Inklusion neugeschaffenen Stellen. Wer dann allen Ernstes die Erhöhung der Schülerzahl pro Klasse als probates Heilmittel gegen die Kostenexplosion im Bildungswesen vorschlägt, verweigert sich einer Problemlösung und autorisiert damit die massive Umverteilung von Mitteln hin zur Administration und zur Bewirtschaftung von Schulthemen.
Urs Kalberer

Wolter: Bildungsbürokratie lasse sich empirisch nicht belegen

Angesichts knapper Finanzen kommt auch das Bildungssystem unter Druck: Wieso etwa steigt die Zahl der Beschäftigten in Erziehung und Unterricht immer weiter, obwohl die Schülerzahlen gesunken sind?
Von Geld und Geist, NZZ, 17.2. von Marc Tribelhorn

Bildungsrat schütze vor Ideologie

Der Baselbieter Bildungsrat will sich nicht abschaffen lassen. Dies geht aus der Stellungnahme des Bildungsrats zuhanden der Regierung hervor. Das Gremium hält darin fest, dass es breit abgestützt sei und Bildungganzheitlich und mit einem langfristigen Fokus betrachte. Damit schütze der Rat die Bildungsqualität vor ideologischen Bewegungen und Schwankungen abhängig von den politischen Mehrheiten. Im Gegensatz zum vorgeschlagenen Beirat Bildung müsse der Bildungsrat zu allen wichtigen Fragen im Bildungswesen angehört werden und entscheide abschliessend über Lehrpläne, Stundentafeln und obligatorische Lehrmittel der Volksschule. Mit dem Beirat, der keine Entscheidungsbefugnisse habe, wäre es für die Regierung einfach, das Bildungsangebot je nach politischer Haltung umzugestalten. Das Bildungswesen aber brauche Planungssicherheit.
Bildungsrat will sich nicht abschaffen, Basler Zeitung, 18.2.

18. Februar 2017

Zentralisierung auf Schleichwegen

Markus Somm schreibt in der Basler Zeitung über die Ablehnung der USR III. Doch seine Analyse liest sich unwillkürlich wie eine Zusammenfassung des Prozesses der Einführung und Durchsetzung des Lehrplans 21. 
Anarchie ist machbar, Frau Nachbar, Basler Zeitung, 18.2. Kommentar von Markus Somm

17. Februar 2017

Arztzeugnis für späteren Kindergarten-Eintritt

Die Walliser Schulbehörden - und nicht die Eltern - befinden über eine Verschiebung des Schuleintritts. Ein unerwarteter Entscheid. In den Kantonen Bern und Freiburg reicht ein einfaches Gesuch der Eltern.
Die Verschiebung des Schuleintritts wird nicht vereinfacht, SRF Regional, 16.2.

Der LCH auf Abwegen

Albanisch statt Französisch, Hausaufgaben streichen, Fächer abschaffen. Auf jede neue Idee springt der Lehrer-Dachverband auf. Wem ist damit gedient? Ein Klärungsversuch.
Nicht auf allen Hochzeiten tanzen, Journal21.ch, 17.2. von Carl Bossard

Bande zwischen Volksschule und Öffentlichkeit gelockert

Kürzlich berichteten Forschungsbeauftragte der Pädagogischen Hochschule Bern und dem Zentrum für Demokratie in Aarau über die grossen Umwälzungen durch die radikalen Schulreformen auf lokaler Ebene und ihre grundlegenden Auswirkungen auf die demokratische Verankerung der Volksschule (Limmattaler Zeitung vom 11.2.2017: Bedrängte lokale Schulbehörden). Sie weisen darauf hin, dass in der öffentlichen Diskussion die Ebene der Gemeinden und Schulen vergessen wird, auf der HarmoS, Lehrplan 21, Pisa-Studie und andere Reformen umgesetzt und Schulqualität täglich geschaffen werden muss.
Demokratische Verankerung der Volksschule vor ihrer Auflösung, 17.2. von Peter Aebersold

16. Februar 2017

Zürcher Bildungskommission lehnt Lehrplan-Initiative ab

Die bisherige Kompetenzverteilung habe sich bewährt, begründet die Kommission für Bildung und Kultur (KBIK) des Zürcher Kantonsrates. Sie lehnt deshalb die Volksinitiative «Lehrplan vors Volk» ab. Zudem gehe es den Initianten vor allem darum, den Lehrplan 21 zu verhindern.
Der Zürcher Kantonsrat sieht keinen Grund für eine Änderung, Bild: Keystone
Kommission lehnt "Lehrplan vors Volk"-Initiative ab, Landbote, 16.2.

Lehrplan braucht Abstützung im Volk

Offensichtlich hat die Mehrheit der «Kommission für Bildung und Kultur» des Zürcher Kantonsrates Bedenken, den Kantonsrat und in letzter Instanz das Volk vermehrt in Bildungsdiskussionen einzubeziehen. Über den neuen Lehrplan wird sehr kontrovers diskutiert. Gerade dies zeigt für das Komitee «Lehrplan vors Volk», dass der Lehrplan in der Bevölkerung breit abgestützt sein muss.
Keinen Maulkorb beim Lehrplan! Komitee Lehrplan vors Volk, 16.2.

15. Februar 2017

Starke Schule beider Basel beendet Zusammenarbeit mit Vorstandsmitglied

Der Vorstand der Starken Schule beider Basel und Herr René Roca haben gestern Abend entschieden, ihre Zusammenarbeit per sofort zu beenden. René Roca war seit Ende Januar 2017 für die Starke Schule in Basel-Stadt aktiv.
Zusammenarbeit beendet, Starke Schule beider Basel, 15.2.

Wenig Anreize für die Naturwissenschaften

Im Dezember letzten Jahres wurden die neuesten Pisa-Ergebnisse publiziert. Die Schweiz schnitt dabei wie üblich ziemlich gut ab. In Mathematik erzielte sie von allen europäischen Ländern das beste Resultat. Und auch bei den Naturwissenschaften, die das Schwerpunktthema der neuesten Pisa-Studie bilden, gehören Schweizer Schülerinnen und Schüler zu den besten in Europa. Doch trotz diesen guten Resultaten haben wir einen Mangel an Studenten und Lehrlingen bei sogenannten Mint-Fächern. Schülerinnen und Schüler aus der Schweiz erzielen bei Naturwissenschaften gute Resultate, aber der Anteil an jungen Menschen mit naturwissenschaftlichen Wunschberufen liegt, wie auch in Finnland, Deutschland, den Niederlanden oder Japan, unter 20 Prozent.
Niedrige Löhne und geringes Sozialprestige, NZZ, 15.2. Gastkommentar von Mathias Binswanger

Trotz Niederlagen machen die Lehrplan-Gegner weiter

Aller Kritik zum Trotz nimmt der erste gemeinsame Lehrplan der Deutschschweiz Hürde um Hürde. Auch im Aargau hat die Stimmbevölkerung gerade grünes Licht gegeben. Doch die Gegner denken nicht ans Aufgeben.
Die Lehrplan-Gegner haben einen langen Atem, Bild: Salvatore Di Nolfi
Lehrplan-Gegner geben keine Ruhe, Luzerner Zeitung, 15.2. von Maja Briner und Dominic Wirth

14. Februar 2017

Mission impossible

Ich bin seit 15 Jahren Lehrerin, aber wenn ich gewusst hätte, dass der Unterricht irgendwann mal so aussieht wie jetzt, hätte ich einen anderen Beruf gewählt. Ich unterrichte an einer ganz normalen Grundschule in Frankfurt. Eine durchschnittliche Klasse sieht heute so aus: Von 25 Kindern können ein Drittel nicht richtig Deutsch sprechen, etwa acht Kinder sind verhaltensauffällig, dazu kommen hochbegabte Kinder, traumatisierte Flüchtlingskinder und noch ein Inklusionskind, das besonderer Förderung bedarf. Auf der Strecke bleiben die paar normalen, unauffälligen, lernbegierigen Kinder, die einfach mitlaufen, weil man als Lehrerin keine Zeit für sie hat.
Besonders Flüchtlingskinder benötigen viel Fürsorge, Bild: OBS
"Ich werde keinem Kind mehr gerecht", Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.2. von Anke Schipp